Freiwilliges Engagement
VBOB fordert keine falschen Signale im Bundesfreiwilligendienst

Der Erfolg des Bundesfreiwilligendienstes zeigt, dass Menschen bereit sind, freiwillig und gegen nur geringes Taschengeld Engagement für Ihre Mitmenschen und die Gesellschaft zu zeigen. Die jüngst bekannt gewordenen Pläne des Bundesfinanzministeriums, das Taschengeld besteuern zu wollen, setzen ein falsches Signal. Statt freiwilliges Engagement zu fördern, soll es offensichtlich erschwert werden. Jeder Betroffene muss rechnen, was denn nun vom Minitaschengeld bleibt.

Erfreulicherweise spricht der Bundesfreiwilligendienst auch jung gebliebene Rentnerinnen und Rentner an. Der eine Ehepartner steht noch im Berufsleben, der andere möchte die Zeit nutzen, sich zu engagieren. Das „lohnt“ sich wohl für die Gesellschaft, aber kaum noch für den Freiwilligen. Bei Steuerklasse 5 fließt ein Teil des Geldes gleich zurück an das Finanzamt.

Der VBOB will das Ehrenamt und das freiwillige Engagement gestärkt sehen. Wir erwarten vom Finanzministerium, die Pläne fallen zu lassen. Wer für die Gesellschaft freiwillig arbeitet, soll seine finanzielle Anerkennung behalten können. Auch wenn nur ca. 10 % der Bundesfreiwilligen tatsächlich von der Steuerpflicht erfasst würden, besteht die Gefahr, dass durch die Diskussion das Engagement Freiwilliger entwertet und dadurch abgewürgt wird.