dbb: Besoldungsdeckel zerstört Systematik der Bezahlung im öffentlichen Dienst

Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Ausgabe vom 28.3.2013) hat der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt das Auseinanderdriften der Beamtenbesoldung auf Landesebene erneut kritisiert. Die Tendenz, dass sowohl der Zeitpunkt als auch die Höhe der Besoldungsanpassung und der Geltungsbereich von Land zu Land unterschiedlich gehandhabt werde, sei durch nichts zu rechtfertigen. Dauderstädt: „Die Entwicklung gewinnt inzwischen offenkundig eine ganz neue Qualität.“ Die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses im Länderbereich sei sachlich begründet und ein Gebot der Fairness.

Dass Tarifergebnisse verzögert auf die Besoldung übertragen würden, sei für die Beamten schon ärgerlich, kritisierte er. Nun entstehe aber überdies ein grundsätzliches Problem. „Wenn je nach landespolitischer Situation auch noch gesonderte und teils gestufte Besoldungsdeckel eingeführt werden, dann zerstört das über kurz oder lang die ganze Systematik einer nach Anforderungen und Erfahrung gestaffelten Bezahlung im öffentlichen Dienst“, warnte er. Gerade vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und der zu erwartenden Probleme bei der Nachwuchsgewinnung seien die von einigen Landesregierungen geplanten Sonderopfer der Beamten kontraproduktiv.