„Wir erwarten klare Arbeitgebersignale aus Potsdam“
Tarifergebnisse auf Beamte übertragen – Unbefristete Arbeitsverträge für kompetenten Nachwuchs
Hartwig Schmitt-Königsberg sprach auf der Demo zur Tarifrunde in Bonn

Einkommensrunde Foto: Eduard Fiegel

Auf der Schwerpunktkundgebung in Bonn zum Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst forderte der Bundesvorsitzende des VBOB, Hartwig Schmitt-Königsberg, klare Arbeitgebersignale aus Potsdam. Nur ein leistungsfähiger öffentlicher Dienst zahle sich aus, kurzsichtige Sparpolitik sei kontraproduktiv rief Schmitt-Königsberg auf dem Münsterplatz in Bonn rund 2000 Beschäftigten der dbb Familie zu. Darunter befanden sich zahlreiche aus den Ministerien, obersten und oberen Bundesbehörden, die in ihrem blauen Streikoutfit vor der Bühne besonders auffielen. Der VBOB-Bundesvorsitzende forderte ein Zeichen längst überfälliger Wertschätzung für die Kolleginnen und Kollegen.

Der Einkommens-Rückstand von mindestens zehn Prozent müsse aufgeholt werden, der Bundesdienst attraktiv bleiben für junge Menschen, gut ausgebildeter Nachwuchs übernommen und nicht nach Hause geschickt werden. Schmitt-Königsberg kritisierte den permanenten Stellenabbau bei steigendem Aufgabenwachstum. „Machen Sie Schluss mit dem Unsinn und geben Sie jungen Menschen unbefristete Arbeitsverträge“.

Der VBOB tritt nachdrücklich für die gewerkschaftliche Forderung von 100 Euro Sockelbetrag und 3,5 % linearer Steigerung ein. Er fordert ferner eine zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Bundesbeamten. Er kritisiert die Haltung der Arbeitgeber, die trotz gefüllter Kassen und sprudelnder Steuereinnahmen zu keinem verhandelbaren Angebot fähig seien. Dies sei respektlos.

Respektlosigkeit und mangelnde Wertschätzung lasse sich der öffentliche Dienst nicht mehr bieten. Gegen Verweigerung des Dialogs werde man sich wehren.

Die Verhandlungen in Potsdam gehen am heutigen Donnerstag, 20. März 2014, weiter.

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