Einkommensrunde öffentlicher Dienst 2014:
Verhandlungen in Potsdam fortgesetzt

Am 20. März 2014 sind in Potsdam die Verhandlungen für die Einkommensrunde 2014 von Bund und Kommunen fortgesetzt worden. Nach einer ergebnislosen ersten Verhandlungsrunde am 13. März, auf der die Arbeitgeber nicht einmal ein Angebot vorgelegt hatten, drängt der dbb Verhandlungsführer Willi Russ heute auf substantielle Fortschritte: „Die Zwischenbilanz nach vier Streiktagen ist eindeutig: Die Beschäftigten stehen entschlossen hinter unseren Forderungen. Sie wollen ein Arbeitgeberangebot und sie wollen Ergebnisse.“

“Hatten die Streiks bisher noch eher symbolischen Charakter könnte sich die Gangart in der nächsten Woche deutlich verschärfen, wenn die Arbeitgeber in Potsdam keinen Einigungswillen zeigen. Der Zeitfaktor spielt dieses Jahr eine entscheidende Rolle, da es bereits Ende März zum Schwur kommt“, so Russ weiter.

Bundesweit kam es in den vergangenen Tagen zu dbb Warnstreiks und Demonstrationen, an denen sich über 30.000 Kolleginnen und Kollegen beteiligt haben. Zahlreiche Redner der dbb Landesbünde und Fachgewerkschaften sowie Mitglieder der dbb-Verhandlungskommission kritisierten die Blockadehaltung der der Arbeitgeber als „völlig überflüssiges Ritual“. Auch den Verweis auf die leeren Kassen könnten die Beschäftigten nicht mehr hören. Dies sei „jedes Mal das Totschlagargument“. Nur weil es „gebetsmühlenartig wiederholt“ werde, sei es aber noch lange nicht wahr. Diejenigen vom wirtschaftlichen Aufschwung abzukoppeln, die mit ihrer Arbeit dazu beitragen, dass dieses Land so gut dastehe, sei vielmehr „schlichtweg nicht fair“.

Quelle: www.dbb.de