Bundesvorsitzender verärgert über Meldung des Bundeswehrverbandes zum Travel Management

Der Bundesvorsitzende des VBOB, Hartwig Schmitt-Königsberg, hat mit einem Schreiben an den Bundesvorsitzenden des Deutschen Bundeswehrverbandes, André Wüstner, seiner großen Verärgerung über einen Beitrag auf der Webseite des Deutschen Bundeswehrverbandes Ausdruck verliehen, in dem es um eine Bewertung des Verbleibs des Travel Managements im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) geht.

In dem Schreiben des Bundesvorsitzenden an den Bundesvorsitzenden des Deutschen Bundeswehrverbandes heißt es weiter:

„Dass das BMVg entgegen der am 2. November 2012 auf Staatssekretärsebene geschlossenen Ressortvereinbarung die Aufgabe des Travel Managements nicht in den Geschäftsbereich des Bundesministerium des Innern in die Zuständigkeit des kompetenten Dienstleisters Bundesverwaltungsamt verlagern möchte, ist bedauerlich, aber als politische Entscheidung hinzunehmen.

Allerdings suggerieren Sie in einem auf Ihrer Homepage veröffentlichten Text unbefangenen und nicht mit dieser Thematik betrauten Leserinnen und Lesern den Eindruck, dass diese Entscheidung aufgrund von vermeintlichen Qualitätsdefiziten beim Bundesverwaltungsamt (BVA) als ursprünglich angedachter zuständiger Behörde getroffen worden sei.

Dem muss ich im Namen des VBOB, vor allem aber im Namen der zu Recht empörten Kolleginnen und Kollegen im Bundesverwaltungsamt, entschieden entgegentreten. Es dürfte Ihnen nicht entgangen sein, dass die Aufgaben für das Travel Management bisher nicht auf das BVA übertragen wurden, sondern weiterhin in der Zuständigkeit des BMVg wahrgenommen werden.

Auf Ihrer Homepage kommentieren Sie entgegen dieser Fakten: „… Die erwarteten Nachteile wurden schnell Realität. Insbesondere verzögerte Auszahlungen und fehlende Ansprechpartner führten zu vielen Beschwerden aus der Mitgliedschaft des Bundeswehrverbandes. Mit der nun erfolgten Umsteuerung im BMVg verbleiben alle Aufgaben – von der Bearbeitung des Dienstreiseantrages bis zur Abrechnung – in den bewährten Händen der Bundeswehr“.

Bei den bislang vom BVA in diesem Bereich bedienten Kunden besteht eine sehr hohe Kundenzufriedenheit, da die dortigen Kolleginnen und Kollegen dem Dienstleistungsgedanken folgend quantitativ und qualitativ hochwertig arbeiten. Es ist daher ein unberechtigter und in der Sache falscher Vorwurf, der die mit dem Travel Management befassten Kolleginnen und Kollegen im BVA sehr getroffen hat.

Die engagierten und kompetenten Kolleginnen und Kollegen im Bundesverwaltungsamt haben zuletzt ihre besondere Leistungsfähigkeit und Flexibilität bei der mit erheblichen Rückständen von der Bundeswehr auf das BVA verlagerten Beihilfebearbeitung nachdrücklich unter Beweis gestellt. Zur großen Zufriedenheit der Antragstellerinnen und Antragsteller wurde der Bearbeitungsstau schon nach kurzer Zeit abgearbeitet.

Daher gehe ich davon aus, dass der Deutsche Bundeswehrverband diese nicht der Wahrheit entsprechende Aussagen korrigieren wird.“