Arbeit an Demografiestrategie geht weiter:
Lühmann: Familien stärken ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe

„Familien zu stärken muss ein gesamtgesellschaftliches Anliegen sein. An dieser Aufgabe will der dbb als gewerkschaftliche Interessenvertretung für mehr als 1,2 Millionen Arbeitnehmer und Beamte tatkräftig mitarbeiten, denn ohne spürbare Fortschritte in diesem wichtigen Bereich sind die demografischen Herausforderungen nicht zu meistern. Und das gilt auch für den öffentlichen Dienst.“ Das machte die stellvertretende dbb Bundesvorsitzende Kirsten Lühmann am 30. Oktober 2014 in Berlin deutlich, wo am selben Tag einige der Arbeitsgruppen zusammenkamen, die die Umsetzung der Demografiestrategie der Bundesregierung weiter voranbringen sollen. Die Ergebnisse sollen auf zwei Demografiegipfeln im Mai 2015 und Anfang 2017 präsentiert werden. Lühmann vertritt den dbb beamtenbund und tarifunion in der Arbeitsgruppe „Gute Partnerschaften für starke Familien“.

„Die Lebensrealität hat sich verändert. Immer mehr Mütter mit kleinen Kindern gehen ihrem Beruf nach, immer mehr Väter wollen sich stärker am Familienleben beteiligen. Das muss bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Es geht um echte Partnerschaftlichkeit – und zwar einerseits zwischen Müttern und Vätern, aber andererseits auch um Kooperationen zwischen verschiedenen Akteuren und gesellschaftlichen Gruppen.“ Eine partnerschaftliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie setze voraus, Müttern und Vätern gleiche Chancen im Erwerbsleben und in der Familie zu eröffnen. Das schließe ein, dass sowohl Mütter als auch Väter ohne berufliche Benachteiligung Fürsorge- und Betreuungsaufgaben übernehmen können. „Wir dürfen uns nicht auf bislang erreichten Fortschritten ausruhen“, sagte Lühmann. „Es gibt etwa bei Arbeitszeit und Arbeitsformen, bei monetären Familienleistungen, der Kinderbetreuung in Kita und Schule, aber auch in puncto Unternehmenskultur noch viel zu tun. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen gemeinsam Verantwortung für mehr Partnerschaftlichkeit übernehmen.“

Sandra Kothe, Vorsitzende der dbb jugend, gehört für den dbb der neu geschaffenen Arbeitsgruppe „Jugend gestaltet Zukunft“ an, in der es zunächst um das Thema „Jugend im ländlichen Raum“ gehen soll. „Das kann aus unserer Sicht nur ein erster Aufschlag sein“, machte Kothe im Vorfeld der Sitzung deutlich. Mit Blick auf ländliche Regionen gehe es der dbb jugend vor allem um die Sicherung der Daseinsvorsorge. „Auch im ländlichen Raum haben junge Menschen Ansprüche an Mobilität, Sicherheit und Bildung. Wird diesen Rechnung getragen, stärkt das langfristig die Attraktivität ländlicher Räume“, sagte sie.

Quelle: www.dbb.de