Bundesregierung reagiert endlich…

VBOB begrüßt Stellenzuwachs für Bearbeitung von Asylanträgen – Ein überfälliger Schritt angesichts massiv steigender Bewerberzahlen – Bund rechnet 2015 mit 450.000 Asylanträgen

Die Entscheidung der Bundesregierung, das Personal für die Bearbeitung von Asylanträgen in diesem Jahr um 750 aufzustocken, hat der Verband der Beschäftigten der obersten und oberen Bundesbehörden im dbb (VBOB) grundsätzlich begrüßt. Die zahlreichen Gespräche des VBOB mit den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung haben letztlich zum Erfolg geführt.

Vorsitzender Hartwig Schmitt-Königsberg weist aber darauf hin, dass dies längst nicht ausreichend sei angesichts der steil nach oben schießenden Asylbewerberzahlen. Jede neue Kraft bedürfe einer ausführlichen Einweisung in das komplizierte Verfahrensrecht und sei erst nach einer längeren Einarbeitung voll einsatzfähig. Vor dem Hintergrund der nach oben korrigierten Schätzung für 2015 – in diesem Jahr rechnet die Bundesregierung mit insgesamt 450.000 Anträgen – dürfe es bei der Personalrekrutierung keine Unterbre-chungen geben. Ob die von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière angekündig-ten 2.000 zusätzlichen Stellen ausreichten, sei fraglich. „Voraussichtlich muss die Zahl nach oben korrigiert werden“ sagte Schmitt-Königsberg. Offen bleibe, welche Auswirkungen die von der EU-Kommission angestrebten neuen Verteilungsregelungen auf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge real haben werden. Der Staat müsse in der Anpassung an den wachsenden Bedarf auch künftig flexibel und lösungsorientiert agieren.

Schmitt-Königsberg dankte in diesem Zusammenhang der Personalabteilung des BAMF. Nicht nur die steil anwachsenden Bearbeitungszahlen seien eine gewaltige Aufgabe, auch die Rekrutierung zusätzlichen Personals für diese Arbeit sei ein Kraftakt.