Frauen an Bord: Die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungsgremien wird mit dem zweiten Public Women-on-Board-Index deutlich

„Transparenz kann Strukturen verändern“, ist sich Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung sicher. „Der nun bereits zum zweiten Mal von der Initiative Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR e. V.) veröffentlichte Public Women-on-Bord-Index macht deutlich, dass die Unternehmen der öffentlichen Hand ihrer Vorbildfunktion noch nicht gerecht werden, um die im Grundgesetz festgeschriebene Chancengleichheit für Frauen und Männer umzusetzen. Die dbb bundesfrauenvertretung ist Partnerin von FidAR, damit offengelegt wird, wie die Verteilung von Gremiensitzen im öffentlichen Bereich tatsächlich aussieht. Denn ein Wandel kann nur bewirken, wer klar nachweisen kann, dass es ungerecht zugeht.“

Die aktuelle Studie zum Public WoB-Index zeigt: Frauen sind in den Spitzengremien der Unternehmen mit Beteiligung des Bundes, der Länder und Kommunen deutlich unterrepräsentiert. Zwar liegt der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien durchschnittlich bei 26,5 Prozent – die Detailanalyse ergibt jedoch, dass bei den Managementorganen wie auch bei einem großen Teil der Aufsichtsgremien erheblicher Verbesserungsbedarf besteht. Die mit dem Public WoB-Index geschaffene Transparenz verdeutlicht die Unterrepräsentanz und erhöht auch den öffentlichen Druck auf die Entscheidungsträger, den Frauenanteil nachhaltig zu steigern.

Mit dem vorliegenden zweiten Public Women-on-Board-Index schafft FidAR die Grundlage zur Bemessung der Ausgangslage: Das 2014 erstmals veröffentlichte Ranking der größten öffentlichen Unternehmen in Deutschland auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene nach dem Frauenanteil in Aufsichtsgremien und Top-Managementorganen wurde dafür nochmals deutlich auf nunmehr 375 untersuchte Unternehmen erweitert.

Der Public WoB-Index untersucht den Anteil von Frauen in den Führungspositionen eines repräsentativen Querschnitts der 375 größten öffentlichen Unternehmen auf der Ebene von Bund, Ländern und Kommunen. Es ist die einzige Studie, die Unternehmen mit öffentlicher Beteiligung in einer solchen Breite in Hinblick auf den Frauenanteil in Aufsichtsgremien und Top-Managementorganen analysiert und vergleicht.

Quelle: www.dbb.de