dbb AG Jugend in Europa: „Hitzige“ Debatten im dbb forum

Am 13. Juni 2015 fand sich die AG Jugend in Europa zu ihrer zweiten Jahressitzung bei drückend heißen Temperaturen in Berlin zusammen. Schwerpunkt der Sitzung war die Anpassung der Europapositionen der dbb jugend an die aktuelle europäische Situation.

„Insbesondere die dramatische Flüchtlingssituation in Europa erfordert eine laufende Fortschreibung unserer Standpunkte“, erläuterte Steven Werner (vbob), Sprecher der AG Jugend in Europa. Im Verlauf des Jahres soll die Europaposition durch den Bundesjugendausschuss der dbb jugend abschließend behandelt werden. Ein weiterer Diskussionspunkt war die positive Entwicklung der CESI Youth.

Resultierend aus der Position entwickelte die AG Ideen, wie sich die dbb jugend mit ihren europäischen Ansichten verstärkter Gehör in der Politik verschaffen kann, denn Europa betrifft längst diverse Aspekte des öffentlichen Dienstes, wodurch sich vielfältige Auswirkungen auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland ergeben. „Deshalb ist es wichtig, die europäische Gewerkschaftsarbeit an unsere Mitglieder zu transportieren. Hierzu läuft gegenwärtig ein Ideenprozess“, führte Vanessa See (vbob) mit Blick auf die Europaseminare der dbb jugend aus.

Nach Auffassung der Arbeitsgemeinschaft beinhaltet Europa vielversprechende Ansätze, beispielweise beim Ausbau der Arbeitnehmerschutzrechte. Die dbb jugend begrüßt eine Initiative der Europäischen Kommission im Rahmen der so genannten Mutterschutzrichtlinie, die Mutterschutzfristen auf europaweit 18 Wochen auszudehnen. Allerdings droht diese Initiative am Widerstand der Mitgliedsländer zu scheitern. Die dbb jugend fordert seit längerer Zeit eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Umsetzung der Richtlinie wäre deshalb ein zukunftsweisender Schritt.

Quelle: dbb.de