Gründlichkeit vor Schnelligkeit

BMIA-Gespräch Gespräch in konstruktiver Atmosphäre: Dr. Jürgen Gehb, Dr. Gert Leis, Axel Kunze (Vorstand der BImA), Dr. Bruno Kahl (AL VIII im BMF) Gunnar Kurth, Lothar Hermes und Hartwig Schmitt-Königsberg (VBOB) (v.r.n.l.)
Foto: VBOB

Der VBOB und die Fachgruppe Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BVV) haben sich seit dem Herbst letzten Jahres intensiv mit den Inhalten der beabsichtigten Organisationsreform in der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben beschäftigt. Dieser Einsatz führte aktuell zu einem ersten Erfolg.

Die größte Sparte der BImA, Facility Management, bleibt zunächst in ihrer bisherigen Organisationsstruktur erhalten und die neuangedachte Aufteilung in die Abteilungen Bauen, Betrieb und Property Management wird zunächst pilotiert und getestet! Dies verkündete der Sprecher des Vorstandes der BImA, Dr. Jürgen Gehb, am 3. September 2015 im Rahmen des diesjährigen Zieleforums.

Bis dahin waren VBOB und Fachgruppe bereits kontinuierlich in Sachen „Organisationreform in der BImA“ aktiv. Zunächst suchten wir Gespräche mit Staatssekretär Johannes Geismann, gleichzeitig Vorsitzender des Verwaltungsrates der BImA, und später mit den Bundestagsabgeordneten Petra Hinz und Ulrich Freese sowie der Landesgruppenchefin der CSU im Bundestag, Gerda Hasselfeldt. Dadurch hatten wir Gelegenheit, unsere Vorstellungen im „politischen Raum“ und auch gemeinsam mit dem kompletten Vorstand der BImA und den Vertretern der Rechts- und Fachaufsicht im BMF am runden Tisch zu erörtern.

VBOB und die Fachgruppe BVV haben diese Offenheit sachlich und ernsthaft genutzt. Wir zeigten auf, dass angesichts des hohen Anspruches an die beabsichtigte Organisationsreform die Beschäftigten – und nicht zuletzt auch die von der Bundesanstalt betreuten Nutzer – ganz klar ein spürbares „wir-verbessern-uns-Ergebnis“ erwarten! Wir wiesen immer wieder darauf hin, dass die BImA nicht aus einem „Ruhezustand“ in die Organisationsreform geht, sondern dass seit langem und anhaltend eine Vielzahl an Projekten mit mehr oder weniger gutem Erfolg aufgelegt wurden und werden. Das heißt, die BImA befindet sich im Grunde in einem ständigen Veränderungsprozess. Wir haben klar angesprochen, dass viele Beschäftigte auch ganz persönlich Befürchtungen haben. Dazu gehören die künftige Bewertung ihrer Aufgaben sowie die Sorge um den persönlichen Arbeitsort. Wir verwiesen darauf, dass eine Unterstützung der Reform nur erwartet und sichergestellt werden kann, wenn durch den Neuzuschnitt der Arbeitsplätze keine Rückgruppierungen erfolgen. Zudem müssen Zwangsversetzungen ausgeschlossen sein. Wenn in einem der nächsten Organisationsschritte Standortentwicklungen notwendig werden sollten, dürfen diese nur sozialverträglich und mit Anreizen für freiwillige persönliche Veränderungen erfolgen.

Diese Forderungen haben wir in einem Brief vom 14. August 2015 gegenüber den Vorstand der Bundesanstalt und Staatssekretär Johannes Geismann formuliert. Nachgelagert fand am 28. August 2015 in Berlin ein Gespräch zwischen der Rechts- und Fachaufsicht und dem Vorstand statt. Am 3. September 2015 verkündete der Vorstandssprecher der BImA, Dr. Jürgen Gehb, schließlich den Test der Organisationsreform für die Sparte Facility Management in einem Pilotprojekt.

Unserer Forderung

„Gründlichkeit vor Schnelligkeit“

wird damit Rechnung getragen.

Die weitere Entwicklung werden wir wachsam, fachlich engagiert und im Interesse der Beschäftigten weiter begleiten, denn "Nähe ist unsere Stärke".