VBOB unterzeichnet „Charta der Vielfalt“

Der Bundesvorstand des VBOBFoto: Jan Brenner

Der Bundesvorstand des VBOB hat in seiner Sitzung am 15.02.2016 die Charta der Vielfalt unterzeichnet. Die Charta wurde im Dezember 2006 von vier Konzernen ins Leben gerufen. Mehr als 2.300 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen haben sie bereits unterzeichnet und kontinuierlich kommen neue Unterzeichner hinzu. Die Initiative mit dem Ziel der Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen hat die Bundeskanzlerin als Schirmherrin. Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoguz, unterstützt die Charta mit großem Engagement.

Die Initiative will die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Arbeitskultur in Deutschland voranbringen. Organisationen sollen ein Umfeld schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

„Mit unserem Motto ´JUNG und ALT – VIELFALT als CHANCE.JETZT!´ auf dem Bundesvertretertag 2014 haben wir uns mit Schwerpunkt auf die Altersstruktur und den demographischen Wandel ein genau solches Programm auf die Fahnen geschrieben“ so der VBOB-Bundesvorsitzende Hartwig Schmitt-Königsberg am Rande der Unterzeichnung. Die Geschäftsführerin der Charta der Vielfalt, Aletta Gräfin von Hardenberg, überreichte die Urkunde auf der Sitzung des Bundesvorstands und zeigte sich sehr erfreut über den Zuwachs im Netzwerk der Charta der Vielfalt.

Charta der Vielfalt

„Wenn wir von Vielfalt in der Verwaltung sprechen, geht es keineswegs darum festzustellen, dass die eine Personengruppe etwas besser kann, als die andere. Wichtig ist die vorurteilsfreie Zusammenarbeit aller Beschäftigten zum Vorteil für die Organisation“, so Gräfin von Hardenberg. Es geht gerade nicht um die Alleinstellung und das Hervorheben des Einzelnen mit seinen spezifischen, sich aus seiner Persönlichkeit, Alter oder Herkunft ergebenden Fähigkeiten und Vorzüge. Es geht um die Optimierung des Zusammenspiels unterschiedlichster Charaktere mit diversen kulturellen und persönlichen Hintergründen im Arbeitsalltag. Jeder bringt ihm eigene Besonderheiten mit, die im Team akzeptiert, genutzt und als Gewinn betrachtet werden. Optimierte Arbeitsergebnisse, gesteigerte Kundenorientierung oder höhere Flexibilität und damit ein erfolgreicheres Verwaltungshandeln erbringt nicht der eine Kollege oder die eine Kollegin, sondern das vielfältige Team.

Das ist ein Prozess, der „von oben“ angestoßen werden muss, der ein neues Bewusstsein und auch der Steuerung bedarf. Eine Unterzeichnung der Charta der Vielfalt kann hier der erste Schritt sein. Auf der Homepage der Charta der Vielfalt kann man die Liste der Unterzeichner einsehen. Wählt man hier “Öffentlicher Sektor / Bund“ aus, erhält man lediglich 26 Suchergebnisse. Da ist noch viel Luft nach oben!

Der VBOB freut sich auf die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema!