VBOB kritisiert Statusbericht

Anlässlich seiner Bundeshauptvorstandssitzung am 18./19.11.2016 in Königswinter haben die Teilnehmenden aus Anlass der Veröffentlichung des Entwurfs des Statusberichtes zum Berlin/Bonn-Gesetz folgende Erklärung beschlossen:

Der VBOB steht ohne Wenn und Aber zum Berlin/Bonn-Gesetz.

Der von Bundesministerin Dr. Hendricks vorgelegte Statusbericht enttäuscht die an ihn gerichteten Erwartungen.
Wir kritisieren, dass auf die Beteiligung der Beschäftigten verzichtet wurde. Der VBOB hatte frühzeitig in Gesprächen mit dem Arbeitsstab Berlin/Bonn darauf hingewiesen, dass eine Befragung nur der Abteilungs- und Unterabteilungsleitungen nicht repräsentativ und hinreichend valide ist.
Bei gerade einmal 175 Antworten können keine Aussagen für rd. 19.700 Beschäftigte der Bundesministerien getroffen werden. Dies geschieht im Bericht dennoch und ausgerechnet zur Effizienz der Teilung.

Wir fordern die Mitglieder des Bundeskabinetts auf, den Bericht zur Prüfung an das BMUB mit dem Ziel einer repräsentativeren Befragungsbasis zurückzuverweisen. Bewertungen auf der Grundlage der online-Befragung sind aus dem Bericht herauszunehmen, da sie mangels fehlender Basis nicht belastbar sind.

Wir bekennen uns zur hervorragenden Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen in den Bundesbehörden, die ausweislich des Berichtes nicht unter der Teilung der Bundesministerien leidet. Dies haben infolge der öffentlichen Diskussion Mitglieder des Kabinetts unseres Erachtens zu Recht in der Presse geäußert.
Bundesvorsitzender Hartwig Schmitt-Königsberg hat sich mit der Kritik des VBOB auch schriftlich an Frau BM’in Dr. Hendricks gewandt. Wir sind gespannt auf die Antwort sowie die Veröffentlichung der Stellungnahmen der Ressorts zum Statusbericht.