Das Bundesamt für den Zivildienst soll erhalten bleiben

Beschäftigungssicherheit und Vergütungssicherheit für die Mitarbeiter/innen des Bundesamtes für den Zivildienst. Dies ist das erklärte Ziel des VBOB in einem Gespräch mit Staatssekretär Hecken im BMFSFJ im Februar dieses Jahres.

In den anschließenden Gesprächen mit Mitgliedern des Haushaltsausschusses im Deutschen Bundestag, MdBs Mattfeldt und Toncar, wurde deutlich, dass sich diese ihrer sozialen Verantwortung für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen im BAZ sehr wohl bewusst sind. Der Bundesfreiwilligendienst sei nach dem Wegbrechen des Zivildienstes ein zentrales Element zukünftiger Aufgaben des Amtes. In dem neu zu gründenden Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftlichen Aufgaben wird es auch darauf ankommen, weitere Aufgaben zu übernehmen, die der Zukunftssicherung der Behörde dienen.

Die Aussetzung der Wehrpflicht und damit das Ende des Zivildienstes führen dazu, dass ein Dienst für einen immer größeren Teil unserer Bevölkerung - und damit angesichts der Bevölkerungsentwicklung eine kaum verzichtbare Institution zur Unterstützung vor allem älterer, kranker und behinderter Menschen - weggefallen ist.

Wir begrüßen daher das Vorhaben, einen Bundesfreiwilligendienst zu konzipieren, der vor allem jungen Menschen die Möglichkeit eröffnet, eine Zeit lang in einem sozialen Bereich, im Bereich des Umweltschutzes oder der Kulturförderung tätig zu sein. Die bisher für den Zivildienst bereitgestellten finanziellen Mittel können auf diese Weise als Hilfe und Unterstützung für Menschen, die darauf angewiesen sind, auch weiterhin gewährt werden.

Das Bundesamt für den Zivildienst hat in Zusammenarbeit mit Wohlfahrtsverbänden und anderen Einrichtungen den Zivildienst hervorragend gestaltet und durchgeführt. Mit den Erfahrungen seiner Mitarbeiter/innen, dem Netz an Regionalbetreuern und Bildungseinrichtungen ist es bestens aufgestellt, auch den Bundesfreiwilligendienst in Zusammenarbeit mit den Trägern und Verbänden durchzuführen.

Das Bundesamt für den Zivildienst mit seinen Mitarbeitern ist ein moderner Dienstleister. Die Beschäftigten zeigen große Verwendungsbreite und  Serviceorientierung. Sie sind in der Lage, sich schnell an neue Anforderungen anzupassen, weil Sie die Erfordernisse moderner Verwaltungkennen und das Fachwissen für einen wirtschaftlichen Umgang mit öffentlichen Haushaltsmitteln haben. Sie sind in der Lage, weitere Aufgaben effizient zu erfüllen. So wurden unter anderem bereits Serviceaufgaben für das BMFSFJ, die Geschäftsstelle der Conterganstiftung und die Regiestelle des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenzen stärken“ übernommen.

Staatssekretär Hecken unterstrich diese Bedeutung des Amtes und konnte daher zusagen, den Beschäftigten des Amtes weitere Aufgaben zu übertragen, die auch in ihrer Wertigkeit eine Vergütungssicherheit für die Mitarbeiter gewährleisten. Es hat sich gezeigt, dass die Funktionalität von Behörden und der Sachverstand verloren gehen, wenn immer mehr Einzelaufgaben von externen Dienstleistern oder Privaten wahrgenommen werden.