75 Jahre vbob – und kein bisschen leise

Mit einem feierlichen Festakt in der historischen Redoute in Bonn-Bad Godesberg beging der vbob sein 75-jähriges Bestehen am 21. Juni 2026. Rund 100 geladene Gäste aus Politik und Verwaltung blickten auf eine erfolgreiche Geschichte zurück – und richteten den Fokus auf die Herausforderungen der Zukunft.

Am 21. Juni 1951 gegründet, vertritt der vbob heute rund 12.500 Mitglieder. Am Jubiläumsempfang nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus den Fachgruppen, Ehrenvorsitzende und Ehrenmitglieder teil. Am Jubiläumsempfang betonten hochrangige Gäste wie Staatssekretär Bernd Krösser (Bundesinnenministerium), NRW-Staatskanzleichef Nathanael Liminski und Bonns Bürgermeisterin Nicole Unterseh die unverändert hohe Bedeutung des Verbandes. Volker Geyer (dbb beamtenbund und tarifunion) sandte einen Videogruß. Gleichzeitig nutzten die Redner den feierlichen Rahmen für ein klares Bekenntnis zum Bundesstadt-Status von Bonn als resilientem Kraftzentrum neben Berlin.

Wertschätzung und Reformen im Fokus

In den Festreden wurde die zentrale Rolle der Beschäftigten für das Vertrauen in den demokratischen Staat hervorgehoben. Der vbob-Bundesvorsitzende Frank Gehlen mahnte in diesem Zuge eine verlässliche Wertschätzung an und forderte eine zügige Umsetzung der amtsangemessenen Alimentierung der Bundesbeamten. Staatssekretär Krösser bestätigte, dass sich der entsprechende Entwurf in der Abstimmung befinde, räumte jedoch ein, dass noch „dicke Bretter“ zu bohren seien. Staatsmodernisierung, so der Tenor, könne nur gemeinsam mit den Beschäftigten gelingen.

Zukunftsorientiert und engagiert

Von Ruhestand ist beim vbob auch nach 75 Jahren keine Rede. Unter dem Dach des dbb positioniert sich die Gewerkschaft als moderner, konstruktiver Partner für die anstehenden Transformationsprozesse – von der Digitalisierung über den demografischen Wandel bis hin zu neuen Arbeitsformen.

Das Jubiläumsjahr wird bundesweit mit zahlreichen Aktionen und Fachgruppen-Veranstaltungen fortgesetzt. Getragen wird dieser Weg vor allem durch das starke ehrenamtliche Engagement der Mitglieder, denen Gehlen einen besonderen Dank aussprach. Das Versprechen für die Zukunft steht: Der vbob bleibt auch in den kommenden Jahrzehnten die verlässliche, unaufgeregte und klare Stimme für alle Beschäftigten der Bundesverwaltung.