Neues Kamingespräch:

Fachgruppe Deutscher Bundestag/Bundesrat trifft US-Geschäftsträger zum Austausch

Was macht ein US-Botschafter eigentlich genau den ganzen Tag? Wie oft bekommt er Anweisungen von seinem Chef, dem US-Außenminister? Wie blickt er auf Deutschland und die transatlantische Partnerschaft? Und natürlich: Wie ist der US-Präsident denn so hinter den Kulissen?

Diese und viele weitere spannende und auch ungewöhnliche Fragen standen im Zentrum des letzten und hochrangigsten Kamingesprächs der Fachgruppe Bundestag/Bundesrat vor der parlamentarischen Sommerpause. 

Zum Thema „Austausch mit dem Geschäftsträger der US-Botschaft“ kamen Ende Mai viele vbob-Mitglieder aus der Bundestagsverwaltung und anderen Ministerien, hohe Führungskräfte der Bundestagsverwaltung und sogar der Direktor beim Deutschen Bundestag, Staatssekretär Paul Göttke.

Der Fachgruppe war es gelungen, den amtierenden Geschäftsträger der US-Botschaft, Alan Meltzer, als Gesprächspartner für eine vertrauliche Diskussionsrunde zu gewinnen. Der Geschäftsträger ist der Leiter der US-Botschaft, solange der US-Präsident noch keinen Botschafter ernannt hat. Mr. Meltzer ist damit der ranghöchste US-Amerikaner in Deutschland.

Mr. Meltzer eröffnete die Veranstaltung mit einer Key Note über die „American Priorities for a more resilient Transatlantic Partnership“. Er ließ es sich auch nicht nehmen, dem vbob zum 75. Geburtstag zu gratulieren und seine besten Wünsche für die Zukunft zu übermitteln. Für alle Gäste hatte er als Geschenk kleine Ansteckpins mit dem US-Wappen und der Prägung 250 Jahre Unabhängigkeit der USA mitgebracht.

Nach seiner Rede moderierte die renommierte Außen- und Sicherheitsexpertin und Leiterin des Think-Tanks European Council on Foreign Relations (ECFR) Dr. Jana Puglierin die sich anschließende Diskussionsrunde. Sie übersetzte die Fragen aus dem Publikum für Mr. Meltzer und – sofern dies nötig war – seine Antworten wieder zurück ins Deutsche. Dabei kamen ebenso humorvolle wie nachdenkliche Fragen auf, umgekehrt auch schlagfertige, aber auch reflektierte Antworten. 

Da die Veranstaltung unter den so genannten Chatham-House-Regeln stattfand, dürfen die konkreten Fragen und Antworten nicht genannt werden, aber ganz allgenmein lässt sich sagen, dass die USA auch weiter sehr hohes Interesse an der transatlantischen Partnerschaft haben.

Nach kurzweiligen rund anderthalb Stunden überreichte Mr. Meltzer Frau Dr. Puglierin und dem Fachgruppenvorstand als Geschenke je einen amerikanischen Fußball als Auftaktpräsent zur Fußballweltmeisterschaft.

Um viele Erkenntnisse reicher dankten die Teilnehmenden dem US-Repräsentanten mit langanhaltendem Applaus. Gemeinsam mit der US-Botschaft plant die Fachgruppe nun weitere Formate.

Alexander Linden